DDr. Jutta Knötig

Ihre Zahnärztin mit Herz

Mundgeruch

Schätzungen zufolge leidet in Österreich jeder Sechste permanent unter Mundgeruch.

Doch was hilft nun tatsächlich gegen Mundgeruch?

Schlechter Atem (Halitosis) entsteht meist direkt im Mund. Viel seltener liegt die Ursache im Magen.

Mundgeruch entsteht durch Fäulnisprozesse. Die normale Mundflora besteht aus unzähligen Mikroben, die von Essensresten, abgestorbenen Zellen und Blut leben. Sie kleben an den Zähnen, in Zahnzwischenräumen, in Zahnfleischtaschen und an defekten Füllungen. Sie besiedeln auch den Zungenrücken. Die Mikroorganismen essen aber nicht nur, sie scheiden auch aus, unter anderem Schwefel-Verbindungen: Die nimmt unsere Nase als unangenehm wahr.

Schlechter Atem entsteht meist, wenn Sie Ihre Zähne nicht oft genug putzen und deshalb Zahnbelag entsteht. Es gibt aber auch noch andere Ursachen:

  • Karies,
  • wenn Reste von Zahnwurzeln im Kiefer verfaulen,
  • Entzündung der Mundschleimhaut,
  • Parodontitis,
  • Gingivitis (Zahnfleischentzündung),
  • Rauchen,
  • Mundsoor (Pilze in der Mundhöhle,
  • Schnupfen,
  • entzündete Rachenmandeln,
  • entzündete Nasennebenhöhlen,
  • trockener Mund (vor allem nach dem Aufstehen)

Kann man Krankheiten riechen?

Ja, gewisse Krankheiten können Sie tatsächlich riechen.

Zu zum Beispiel Helicobacter pylori, eine Bakterienart, die für Magen- und Darmgeschwüre verantwortlich ist. Aber auch andere Erkrankungen können Mundgeruch verurschaen:

eine Speiseröhre, in der sich Essensreste sammeln,

  • Nierenversagen,
  • Stress,
  • bestimmte Komplikationen bei Diabetes mellitus,
  • Trimethylaminurie (Fisch-Geruchs-Krankheit): Trimethylamin (TMA) wird normalerweise durch Enzyme in der Leber zum geruchlosen Trimethylamin-N-Oxid (TMAO) oxydiert. Kommt es hierbei zu einer Störung, riechen Atem, Urin, Schweiß und sonstige Sekrete nach Fisch.
  • Behandelt wird Trimethylaminurie durch eine Spezialdiät.

Alles nur Einbildung?

Manche Menschen sind der Meinung, trotz sorgfältiger Mundhygiene einen schlechten Atem zu haben, den weder ihre Mitmenschen noch ihr Arzt bestätigen können. Ist diese Überzeugung so ausgeprägt, dass sie Ausdruck einer krankhaften Wahrnehmungsstörung ist, spricht man von einer Pseudo-Halitosis oder Halitophobie. Neben psychischen Störungen können auch bestimmte Gehirntumoren solche Geruchseindrücke hervorrufen.

Stellen Sie oder Ihre Umwelt trotz regelmäßigem Zähneputzen Mundgeruch fest, ist ein Gespräch mit uns der erste Schritt zur Abklärung und letztendlich Abhilfe.

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